Der Name Saliterhof leitet sich vom lateinischen sal nitrum = Salpeter ab. Die Saliterer erhielten bei der Reorganisation des bayrischen Heeres durch Kurfürst Maximilian I. vor dem 30 jährigen Krieg das Privileg, in allen Häusern, Stallungen, Kellern usw. nach Salpeter zu suchen. Das Recht wurde einer größeren Zahl von Höfen erteilt. Man findest deshalb heute noch den Hofnamen „Saliter“, „Saliterer“ oder „Salitner“ von den Alpen bis zur Donau, besonders im Alpenvorland.

Die „Salitergraber“ oder „Sieder“ waren gefürchtete und gehasste Gäste für den Bauern, denn sie hatten das Recht, in allen Häusern die Zimmer und Stallböden aufzureißen, um für den Landesherrn die darunter befindliche Erde auszulaugen und gingen hierbei oft genug rücksichtslos vor. So durften in manchen Gegenden die Bauern ihre Zimmerbretter nicht festnageln, damit die Saliterer immer Zugang hat. Der gewonnene Salpeter wurde auf den Saliterhöfen ausgesotten und in gereinigter Form in die kurfürstlichen (später königlichen) Pulvermühlen abgeliefert. Den Fahrten wurde durch Anbringen des bayrischen Hoheitswappens an dem Wagen und Ausschmückung mit den Landesfahnen amtlicher Charakter gegeben. Das Recht erlosch erst kurz vor dem Krieg 1870/71.

Zum Bernloher Saliterhof gehörten früher fast alle Gründe und Wälder in der näheren Umgebung, dazu auch die Schwarzenbergalm bei Ellbach im Wendelsteingebiet. Der Besitz schrumpfte im Laufe des 19. Jahrhunderts durch Erbteilung, Mißwirtschaft und Verkäufe wesentlich zusammen. Der Hof selbst brannte am 28. Oktober 1905 durch Brandstiftung vollständig nieder und wurde im Jahre 1906 vom damaligen Besitzer Max Leitner ganz neu und größer wieder aufgebaut. Der alte Hof stand etwas westlicher als der neue und hatte einen eigenen Sudstadel für die Salpeterreinigung. Die zwei hinter dem Stall gelegenen großen Zisternen stammen vom alten Hof.

Am 20. Juni 1932 ging das ganze Anwesen durch Kauf in den Besitz des Unterzeichneten über:

Bernlohe, Januar 1933; Freiherr von Loeffelholz.